Muhammad Iqbal (1877 - 1938)

Poesie als Sprache der Philosophie

Autor/innen

  • Liselotte Abid Universität Wien Autor/in

DOI:

https://doi.org/10.71573/2941-122X_2026_5-1_136

Schlagwörter:

Muḥammad Iqbāl, Iqbāls Philosophie, Sprache der Poesie, islamisches Reformdenken, islamischer Modernismus, interkulturelle Philosophie

Abstract

Der Philosoph und Dichter Muḥammad Iqbāl vereint in sich sowohl die islamische Mystik seines familiären Umfelds, s eine traditionelle Bildung in der Stadt Lahore, die Ausbildung in Jura und Philosophie in Cambridge als auch die Beschäftigung mit europäischen Philosophen und Denkern , v a. Hegel und Goethe , Nietzsche und Bergson. Schon von den Sprachen her entstand so ein interkultureller Fächer: Persisch als Bildungssprache in Indien, Urdu als Verkehrssprache, Arabisch als Teil der traditionell islamischen Bildung, Englisch als Sprache rom antischer Literatur und juristischer Fachsprache Deutsch als Sprache, in der Dichtung und Philosophie verschmelzen konnten. Dieser multilinguale Zugang ermöglichte Iqbāl die Entfaltung seiner Lebensphilosophie, die er in Poesie ausdrück te bzw. in Poesie „übersetzte“. Das Ergebnis ist eine Symbiose aus „drei Reichen des Geistes“, wie Hermann Hesse in seiner Einleitung der deutschen Übersetzung von Iqbāls Javid Nameh oder „Das Buch der Ewigkeit“ schrieb: der Welt Indiens, der Welt des Islam und der des abendländischen Denkens. In dieser Arbeit wird versucht, herauszuarbeiten, wie und warum sich Iqbāl der poetischen Sprache bediente, um seine philosophischen Gedanken in einen spirituellen Kontext zu stellen und seine Reformideen zu verbreiten.

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Veröffentlicht

2026-05-08

Ausgabe

Rubrik

Artikel

Zitationsvorschlag

Abid, L. (2026). Muhammad Iqbal (1877 - 1938): Poesie als Sprache der Philosophie. Forum Islamisch-Theologische Studien, 5(1). https://doi.org/10.71573/2941-122X_2026_5-1_136